Mélanie Wenger

Im Herzen des größten französischen Schutzgebiets

© Mélanie Wenger

Der größte Gletscher Frankreichs liegt – nein, nicht in Chamonix, sondern auf dem Kerguelen-Archipel. Die höchste Steilklippe der Welt? Selbst die Steilwand von Kahiwa auf Hawaii verblasst vor dem 1012 Meter hohen Felsen von Lesquin auf den Crozetinseln. Beide Inselgruppen wurden vor genau 250 Jahren entdeckt und gehören gemeinsam mit den Inseln Saint-Paul und Amsterdam zu den Juwelen der Französischen Süd- und Antarktisgebiete.

In der Öffentlichkeit kaum bekannt, stellen diese Inselgruppen das größte Naturschutzgebiet Frankreichs dar und bald auch, mit einer Fläche von über 1,6 Millionen Quadratkilometern, das größte Meeresschutzgebiet der Welt. Im südlichen Indischen Ozean gelegen, auf Höhe der berüchtigten Roaring Forties, beherbergen diese Inseln weltweit einzigartige Ökosysteme. Dort leben einige der größten Kolonien von Königspinguinen, See-Elefanten, Wanderalbatrossen und Seelöwen; Wissenschaftler:innen, die vom französischen Polarforschungsinstitut Paul-Emile Victor unterstützt werden, erforschen diese außerordentliche Artenvielfalt.

Für ihr Projekt reiste die Fotografin Mélanie Wenger auf dem berühmten Versorgungsschiff Marion Dufresne in diese Region, auf der vierten der logistischen Fahrten des Jahres 2021, die jeweils alle Inseln der Südgebiete ansteuern. Der schwarze Strand in der „Amerika-Bucht“ auf der Île de la Possession, die zu den Crozetinseln gehört, die riesige Kolonie von Königspinguinen am Kap Ratmanoff auf Kerguelen, die Steilküsten von Entrecasteaux auf der Île d’Amsterdam – die Ausstellung stellt eine Reise durch das Herz dieses mythischen und unbekannten Territoriums dar und lädt dazu ein, es zu erkunden.

Die abschließende Etappe dieser fotografischen Erzählung bildet ein Ausflug auf die Île de Tromelin, das kleinste aller französischen Territorien, im Osten Madagaskars gelegen und Teil der Îles Éparses. Eine Reise an die Grenzen der antarktischen Konvergenz, jener Zone, in der polare und subantarktische Meeresströmungen aufeinandertreffen und die für das Gleichgewicht unseres Planeten eine entscheidende Funktion hat. Eine außergewöhnliche Expedition, die es erlaubt, diese kleinen französischen Fleckchen am Ende der Welt zu entdecken.

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