NARELLE AUTIO

Der Ruf der Ozeane

Narelle Autio © Trent Parke

„Bei einem Roadtrip durch Australien sieht
man das Leben in hohem Tempo am Fenster
vorbeiziehen. Man lässt den Dingen freien Lauf,
erlebt sehr persönliche Gefühle, die etwas
Melancholisches an sich haben, und versucht,
sie mithilfe der Fotografie wiederzugeben.“

Narelle Autio

Australien ist von drei der fünf Weltmeere umgeben: dem Indischen Ozean, dem Pazifischen Ozean und dem Südpolarmeer. Nur wenige haben die Wechselwirkungen zwischen Menschen und Ozeanen so subtil dokumentiert wie Narelle Autio.

Mehr als 20 Jahre hat sie damit verbracht, Augenblicke im Wasser einzufangen, während sie gleichzeitig Aufträge für verschiedene Zeitungen und Zeitschriften erfüllte. Ihre Serie Coastal Dwellers wurde mit einem World Press Photo Award und dem Leica Oskar Barnack Preis 2002 ­ausgezeichnet. Einzigartig sind ihre Studien über die Interaktion des menschlichen Körpers mit dem Wasser. Dabei entstanden Bilder, die Menschen zeigen, die von der Welt unter Wasser auf zauberhafte Weise in einen anderen Seinszustand verwandelt werden oder in einer Wolke aus Luftblasen wie in einem Kokon eingesponnen erscheinen. Szenen einer Art surrealistischer Abstraktion.

Die Fotografien von Narelle Autio changieren zwischen Faszination und Angst – Gefühlen die wir beim Schwimmen empfinden, sei es im Meer oder im Schwimmbad. Sie veranschaulichen die natürliche Anziehungskraft, die das Wasser auf uns ausübt, aber auch die tiefe Verwundbarkeit des Menschen in diesem Element. In dieser Hinsicht stellen Wasserlöcher, diese rätselhaften, von Wüsten umgebenen Oasen, für sie einen erhabenen Widerspruch dar: Orte, an denen alle Gegensätze aufeinandertreffen, an denen sich das Geheimnis und das Versprechen einer neuen Welt unter der Oberfläche begegnen. In diesen dunklen Gewässern vermischt sich alles: Licht und Dunkelheit, Leben und Tod, Fragen und die Abwesenheit von Antworten.

In der Ausstellung sind auch Werke zu sehen, die Narelle Autio auf Reisen durch Australien geschaffen hat: entlang staubiger Straßen, die scheinbar nirgendwo hinführen, aber immer an einem der drei Ozeane enden, die diesen Inselkontinent säumen.

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Samstag und Sonntag von 09:00 - 19:00 Uhr

Dort erfahren Sie alles über die Fotograf:innen der Ausstellungen. Es gibt einen Bookshop und Erfrischungen, Artist Talks und Workshops, Festival-Kataloge und Ausstellungspläne.

Wer als Paar Lust hat zu erfahren, wie ihr Kuss unter dem Mikroskop aussieht, kann diesen in der KISS BOX fotografieren lassen.

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