BOBBI LOCKYER
Herkunft
„Ich bin eine Frau der Ngarluma, Kariyarra,
Bobbi Lockyer
Nyul Nyul und Yawuru. Durch mein
künstlerisches Schaffen möchte ich für Fragen
der sozialen Gerechtigkeit und für die Rechte
der Ureinwohner sensibilisieren.“
Bobbi Lockyer ist, in ihren eigenen Worten, eine pinkhaarige Meerjungfraukönigin, Feministin und voll Leidenschaft für Farben, die mit ihrer Kunst traditionelle gesellschaftliche Sichtweisen herausfordern will. Eine Kunst, die sie mit Mode, traditionell geprägter Handarbeit, digitalen Designs, mit Gemälden … und mit Fotografie erschafft.
Geboren in Port Hedland im Land der Kariyarra, ist sie eine Vertreterin der Ngarluma, Kariyarra, Nyul Nyul und Yawuru Völker. Bobbi Lockyer, die 2021 als NAIDOC Artist Celebrating Aboriginal Culture und als Botschafterin für Nikon Australia ausgezeichnet wurde, lässt sich von den Erzählungen ihrer Vorfahren, den leuchtenden Farben der Landschaft ihrer unmittelbaren Lebensumgebung und den Wellen des Ozeans zu ihrer Kunst und ihrem Engagement für die Gesellschaft inspirieren.
So öffnet sie mit ihren als bahnbrechend und revolutionär beschriebenen Werken ein gesellschaftliches Fenster um für die Rechte der Ureinwohner und ganz besonders die Rechte der Aborigines-Frauen einzutreten, einschließlich Birthing on Country: eine Bewegung, die Frauen dabei unterstützt, an Orten ihrer Herkunft zu gebären, unter respektvoller Beachtung von Traditionen und Identität. Ein Konzept, das auch die Auffassung bekräftigt, dass Kinder, die auf dem souveränen Land der australischen Ureinwohner geboren werden, den Anspruch auf das Eigentum an ihrem Land, ihren Meeren und ihrem Himmel nie an andere abgetreten haben. Diese Haltung zu Mutterschaft, Erbe und Traditionen sind für die Künstlerin Bobbi Lockyer von zentraler Bedeutung, denn sie weiß, dass das Überleben der Ureinwohner auf der Bewahrung ihrer Ahnenriten beruht.
Dieses Bestreben ist auch ein politischer und gesellschaftlicher Kampf: 2023 stimmte Australien in einem historischen Referendum mit „Nein“ gegen die verfassungsmäßige Anerkennung der Aborigines und der Torres-Strait-Insulaner als Ureinwohner des Inselkontinents. Ein Misserfolg, der die Rassenspaltung im Land noch weiter vertieft hat.
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