Lois Lammerhuber

Lateinamerika Trilogie

© Francis Giacobetti

„Am 15. Mai 1978 bin ich aufgebrochen, die beiden Amerikas mit dem Auto zu umrunden. Das Rückgrat dieser Reise heißt Panamericana. Ein Straßensystem, das von -Alaskas Prudhoe Bay bis nach Ushuaia in Feuerland führt.  

Entlang dieser zwei Jahre langen Reise erreichte ich am 12. Dezember 1978 das erste Mal lateinamerikanischen -Boden. Ich blieb 15 Monate. Und wurde heimisch. Dabei bin ich zum Fotografen gereift und ohne es zuerst zu bemerken, habe ich dort zwischenmenschlich, moralisch und intellektuell fast alles gelernt, was mich befähigt, seit 1985 als Fotojournalist für GEO und viele andere internationale Magazine zu arbeiten. Eine Schule des Lebens ohnegleichen, die mich mit Dankbarkeit und Demut erfüllt.

Bei GEO war ich einige Jahre der „Mann für Lateinamerika“. Ich habe in allen Ländern Lateinamerikas nicht nur gearbeitet, sondern auch so viel Zeit verbracht, dass ich mich dort wirklich zuhause fühle. Und das ist auch der Grund, warum ich Ihnen eine Reportage–Trilogie zeige, die sich mit der Entdeckung Amerikas auseinandersetzt, aber noch mehr mit der gelebten -Magie und Poesie jener Menschen, die mir entlang der Panamericana begegnet sind.“

Teil I: Papst Johannes Paul II war im Oktober 1992 in die Dominikanische Republik gekommen, um dort die Christianisierung Lateinamerikas vor 500 Jahren zu feiern, die 4. Lateinamerikanische Bischofskonferenz zu leiten, Ezequiel Moreno, den kämpferischen Prediger in den Wäldern Kolumbiens, heilig zu sprechen – und die sterblichen Überreste des Entdeckers Amerikas Christoph Kolumbus von der Kathedrale Santo Domingos in den Faro a Colón umzubetten. Für Johannes Paul II war es die 56. Auslandsreise. Doch sie verlief, wie einst jene des Kolumbus, anders als geplant. Die Ausstellung ist das Protokoll einer so historischen wie außergewöhnlichen Papstreise, die von mehr als 1.500 JournalistInnen begleitet wurde.

Teil II: Julius Caesar ist Curandero und lebt im Andendorf Iluman. Er ist Medizinmann, Magier, Visionär und Psychologe, vertraut mit der Heilkraft von Pflanzen, Tieren und Elementen. Krankheit ist für ihn die Disharmonie zwischen Mensch, Umwelt und Kosmos. Von der Schulmedizin wird die Heilkunst der Schamanen vielfach als Hokuspokus betrachtet. Doch inzwischen wird sie von der WHO ernst genommen. 

Teil III: Sergio Enrique Espinoza Estrella, ein ecuadorianischer Bauer, der als Leibeigener geboren wurde, erfüllte sich im Herbst seines Lebens seinen Kindheitstraum. Don Sergio erfand 1986 etwas, das es längst gab – das Auto, während alle Welt dessen 100. Geburtstag feierte.

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