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Donnerstag

DAVID CHANCELLOR: TROPHY HUNTING

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Achtung, neues Datum: 27. September 2018

Vortrag: MÜSSEN WIR TIERE TÖTEN, UM SIE ZU RETTEN?

Von Charles Darwin und John James Audubon bis hin zu Theodore Roosevelt und Ernest Hemingway: die „erleuchtetsten“
Jäger haben sich lange als Naturforscher und Naturschützer gesehen, die sich der Nachhaltigkeit unter den Tierpopulationen und der ­Erhaltung von wilden Wildtieren verschrieben haben. Die Verknüpfung ist untrennbar geworden. Einnahmen von hunderten von Millionen an Bundessteuern, die den Jägern auferlegt werden, gehen jedes Jahr allein in den Vereinigten Staaten direkt zum Wildtiermanagement und damit verbundenen Aktivitäten. Und jeder, der einen ­Gefrierschrank voller Wildbret hält, wird Ihnen wahrscheinlich sagen, dass das Töten Ihres eigenen Abendessens in freier Wildbahn ­humaner ist als der Kauf des in Plastik verpackten Fleisches von industriell gezüchtetem Vieh.

Von der Luft aus kann Afrika wie eine Illusion erscheinen, weite Wüsten, dramatische Risse und donnernde Flüsse, riesige, menschenleere Gebiete, die scheinbar von Zeit und Menschen vergessen wurden. Auf einen Blick könnte es ein Aufbewahrungsort für all unsere Ideen über Natur in ihrer wildesten Form sein. Und doch ist kein Fleckchen hier unbeansprucht, ob es markiert, monetarisiert oder umkämpft ist. Die Tiere, die das Land durchstreifen, sind zu Waren geworden, Teil eines neuen Konsumismus, vermarktet und verkauft, ihre Marken stehen ­gegeneinander, ihr Fortbestehen ist jetzt eine Frage der menschlichen Nachfrage, der Laune und der Berechnung.

Mit seiner Arbeit versucht David Chancellor, die Widersprüchlichkeit und die Komplexität der Jagd zu veranschaulichen.

Vortragssprache: Englisch

Donnerstag 27. September um 19:00 Uhr Arnulf Rainer Museum; Eintritt frei

Visitor-Center

Brusattiplatz 3, 2500 Baden bei Wien
MO – SO 9.00 – 18.00 Uhr
Tel: +43 (0) 2252 86800-602 | info@baden.at