Generative KI hat eine Grenze aufgehoben, die lange selbstverständlich schien: die zwischen dem, was existiert, und dem, was nur so aussieht, als hätte es existiert. Bilder, Texte und Stimmen können heute glaubwürdig erscheinen, ohne an ein reales Ereignis, eine menschliche Stimme oder eine eindeutige Autorschaft gebunden zu sein. In seinem neuen Buch Synthetische Wahrheit. Medienkompetenz in Zeiten von KI untersucht Christoph Künne, was diese Zäsur für Medienvertrauen, kreative Berufe, Urheberrecht, Denken, Würde und Öffentlichkeit bedeutet. Das Buch ist kein Tool-Ratgeber und kein KI-Manifest. Es ist eine nüchterne Bestandsaufnahme einer Medienwelt, in der Sehen nicht mehr automatisch Glauben bedeutet. Künne schreibt aus der Perspektive eines Autors, der den Wandel visueller Medien seit drei Jahrzehnten begleitet: von der Dunkelkammer über Photoshop bis zur generativen KI. Als Gründer und langjähriger Kopf von DOCMA hat er die digitale Bildbearbeitung nicht nur beobachtet, sondern publizistisch mitgeprägt.
Christoph Künne (*1967) ist Kulturwissenschaftler, Autor und Mitbegründer des DOCMA-Magazins. Er gilt seit Jahrzehnten als einer der führenden Experten für digitale Bilder und KI-gestützte Bildgenerierung im deutschsprachigen Raum. In seinen Büchern, Artikeln, Workshops und Vorträgen vermittelt er praxisnah, wie sich technischer Wandel und kreative Visionen erfolgreich vereinen lassen. Am Festival La Gacilly-Baden Photo ist er heuer mit seiner Ausstellung „450(500) Jahre Backhaus Annamühle – Eine Kulturgeschichte in Bildern“ vertreten.
Das Buch ist als gedruckte Ausgabe, E-Book und als vom Autoren gelesenes Hörbuch im DOCMA-Shop erhältlich:
https://www.docma.info/produkt/synthetische-wahrheit-medienkompetenz-in-zeiten-von-ki
