100 Jahre NIEDERÖSTERREICH: WILDNIS DÜRRENSTEIN-LASSINGTAL

© Gerhard Sokol: die Story zu diesem Bild erscheint im Herbst auch im Magazin flash des Syndikates Foto Film.

Unter der Patronanz von Herrn Landeshauptfrau-Stellvertreter Dr. Stephan Pernkopf: Artist Talk under the Open Sky mit dem Fotografen Gregor Schörg und der Wildbiologin Nina Schönemann.

Die Ausstellung wurde mit der Unterstützung und dem Know-how von CEWE produziert.

Baden, am 25. Juni 2022. Um Punkt 10:00 Uhr fand im Kurpark Baden die Auftaktveranstaltung zu „100 Jahre Niederösterreich“ statt. Eine illustre Runde von kreativ Schaffenden und Wissenden war zusammengekommen um Niederösterreichs Natur-Juwel, das Wildnisgebiet Dürrenstein-Lassingtal zu würdigen.

Festivaldirektor Lois Lammerhuber betonte zur Begrüßung, dass er sehr stolz ist, mit dieser Veranstaltung den Auftakt zu den Feiern aus Anlass 100 Jahre Niederösterreich setzen zu dürfen: „Niederösterreich feiert sein 100-jähriges Bestehen. Der Urwald Rothwald existiert seit tausenden von Jahren. Er beobachtete die Entwicklung Niederösterreichs über Zeiträume hinweg, die für uns Menschen kaum begreifbar sind. Das Wildnisgebiet Dürrenstein-Lassingtal ist mit seinen unberührten Naturräumen ein emotionaler Urgrund unseres Heimatgefühls. Der Urwald Rothwald zeigt uns, wie unsere Heimat durch Zeit und Natur geformt wurde.“

© Christian Schörg

Nina Schönemann, Wildbiologin im Haus der Wildnis in Lunz, ergänzte erklärend: „Das Grenzgebiet zwischen Steiermark und Niederösterreich hat eine wechselvolle Geschichte. Die Urwälder ganz Mitteleuropas wurden über Jahrhunderte hinweg so massiv genutzt, dass sie bis Ende des 19. Jahrhunderts auf zirka 400 Hektar zusammengeschrumpft waren. Albert Rothschild kaufte 1875 die Waldflächen rund um Gaming und Göstling/Ybbs mit dem Rothwald inmitten. Als visionärer Naturromantiker erkannte er die Bedeutung dieses Urwaldrestes, der seit der letzten Eiszeit vom Menschen unberührt geblieben war. Gegen den Zeitgeist verbot Albert Rothschild seinen Forstleuten die Nutzung dieses Waldes.“

© Christian Schörg

Im Einvernehmen mit der Familie Rothschild wurde das Schutzgebiet ab 1988 schrittweise erweitert. Im Jahr 1942 wurde es unter Schutz gestellt, 2001 wurde das Wildnisgebiet Dürrenstein-Lassingtal mit einer Fläche von 1152 Hektar etabliert. Bis 2021 konnten weitere 7000 Hektar in das Wildnisgebiet eingegliedert werden. Ein ungemein wichtiger Schritt zur Erhaltung unserer Natur, die sich hier unbeeinflusst vom Menschen entwickeln kann. Ein Zukunftsprojekt ohne gleichen. Im Jahr 2017 wurde das Wildnisgebiet zum ersten UNESCO Weltnaturerbe Österreichs erklärt.Der Fotograf Gregor Schörg ist sozusagen mit der Kamera in der Hand an der Seite seines Fotografen-Vaters Christian Schörg aufgewachsen. Vor drei Jahren hat ihn das Drohnen-Fieber gepackt, eine Leidenschaft, die ihm den 2. Platz beim Bundeslehrlingswettbewerb für Jungfotografen 2021 eingebracht hat.

© Christian Schörg

Grund genug für das Festival, Schörg Junior damit zu betrauen, etwas zu fotografieren, das so schützenswert ist, dass es so gut wie nicht betreten werden soll, das Wildnisgebiet Dürrenstein-Lassingtal. Der Idealfall für Drohnen-Fotografie. Es sind „Die endlosen perspektivischen Möglichkeiten“, die Gregor Schörg faszinieren und die er nutzt um dem Wildnisgebiet ein zweiteiliges visuelles Denkmal zu setzen: Der Winter im Wildnisgebiet ist das Thema beim Festival 2022. Frühling, Sommer und Herbst werden 2023 gezeigt. Reinhard Pitzl, der das Wildnisgebiet wie nur ganz wenige kennt, ist Gregor Schörgs Guide durch die Wildnis. DANKESCHÖN.

© Christian Schörg

Geadelt wurde die Veranstaltung durch die Anwesenheit von Frau Christine Deifel, die im Auftrag von Frau Fran Wright, die UNSECO repräsentierte.

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