Terry O‘Neill

Legenden der Rockmusik

Terry O'Neill © Misan Harriman / Iconic Images

Großbritannien | 1938–2019

„Ich hatte ein tolles Leben! Alles ging so schnell,
mit so viel Unbeschwertheit. Um ehrlich zu sein,
dachten wir alle, dass es ein abruptes Ende
nehmen würde. Wir trafen uns in Clubs, mit den
Beatles und den Stones, und alle sprachen
über die Arbeit, die wir uns suchen würden, wenn
alles vorbei ist! Wir hätten nie gedacht, dass das
von Dauer sein würde. Meine Fotos sind von
Gültigkeit und Dauer, weil sie eine Geschichte
erzählen. Ich bin ein Bilderzähler.“

Terry O’Neill

Es ist das London unserer Träume. Das London, das wir gerne gekannt hätten. Das lebendige, exaltierte und verrückte London der frühen 1960er Jahre. Terry O‘Neill, geboren 1938, profitierte davon wie kein zweiter. Der Junge, der davon träumte, Schlagzeuger in einem Jazzclub zu werden, wollte Steward werden, um in die USA zu reisen und die großen Namen der schwarzen amerikanischen Musik zu hören. Das Schicksal beschloss einen Umweg über die Fotografie. Der Rock‘n‘Roll eroberte die Welt und Europa. Die Beatles und die Rolling Stones wollten auch die Art und Weise ändern, wie eine Band auftritt und sich inszeniert.

Sie wollten etwas Natürlicheres, Ungezwungeneres, Aufrüttelnderes, Unkonventionelleres. Terry O‘Neill war der Mann für diesen Job und wurde so zu einem der wichtigsten Zeugen dieser musikalischen und gesellschaftlichen Revolution. Sein Stil ist direkt und spontan: Er zögert nicht, seine Modelle an ungewöhnlichen Orten posieren zu lassen oder sie in Momenten der Entspannung abzulichten. Was heute völlig normal ist, war damals bahnbrechend. Medien aus aller Welt, von Vogue bis Paris Match, rissen sich um seine Arbeiten.

Einige seiner Fotos prägten die Identität dieser Künstler für Jahrzehnte: der Glamour von David Bowie, die elektrisierende Energie von Elton John, der Schmollmund von Mick Jagger – allesamt sind sie als Legenden in die Geschichte eingegangen. In einer Zeit, in der die Fotografie bereits zum besten Werkzeug geworden war, um einen Mythos zu schaffen, verwandelte er diese Musiker in Ikonen. O‘Neills Bilder sind in vielen Museen dauerhaft ausgestellt, und beim Betrachten seiner Aufnahmen kann man sich einer gewissen Nostalgie nicht erwehren. Wir fragen uns vielleicht, ob es jemals wieder eine Ära voll unbändiger kreativer Freiheit geben wird. Wenn ja, können wir nur hoffen, dass ein Fotograf vom Kaliber eines Terry O‘Neill dabei sein wird, um sie zu verewigen.

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