Robert Capa
Nahe genug
Ungarn/USA | 1913–1954
„Wenn deine Bilder nicht gut genug sind,
Robert Capa
bist du nicht nah genug dran.“
Der Mann, der sich selbst erfand. Robert Capa gilt allgemein als einer der größten Fotografen aller Zeiten, dessen Beziehung zur Geschichte ebenso legendär wie tragisch ist. Der 1913 in Budapest als Endre Friedmann geborene Capa dokumentierte nicht nur das 20. Jahrhundert – er lebte es hautnah mit. Zusammen mit Gerda Taro schuf er die Persona „Robert Capa“, einen berühmten amerikanischen Fotografen, einen Mythos, der bald Realität wurde, als er sich zum größten Kriegsfotografen der Welt entwickelte.
Eine Karriere an der Front. Seine berufliche Laufbahn begann mit einem gewagten, verbotenen Auftrag: 1932 Leon Trotsky in Kopenhagen zu fotografieren. In den folgenden zwei Jahrzehnten berichtete er über fünf große Konflikte, darunter den Spanischen Bürgerkrieg und die Landung der Alliierten in der Normandie. Sein immersiver Stil, der den Betrachter direkt in das Geschehen versetzt, definierte die ethischen und ästhetischen Normen der Dokumentarfotografie neu. Er war der Pionier des „engagierten Fotografen“.
Jenseits des Schlachtfelds. Capa machte nicht nur Fotos, er revolutionierte die Fotobranche. Capa war 1947 Mitbegründer der Agentur Magnum Photos, ein Visionär, der für die Rechte und Unabhängigkeit von Fotografen kämpfte. Sein Blick war ebenso sensibel für die stille Erschöpfung eines Soldaten wie für das pulsierende Leben seiner Freunde, darunter Picasso, Hemingway und Steinbeck. Er verstand es, die Brüche der menschlichen Existenz aufzuzeigen, sei es in den Schützengräben oder am Filmset.
Ein bewahrtes Vermächtnis. Diese Ausstellung präsentiert die ikonischsten Bilder aus der Dauerausstellung des Robert Capa Centers in Budapest, das eine der weltweit bedeutendsten Capa-Sammlungen beherbergt. Auch Jahrzehnte nach seinem Tod im Jahr 1954 – nachdem er in Vietnam auf eine Landmine getreten war – sind seine Fotos noch immer „mit Schießpulver geladen”. Sie sind ein ewiges Echo der Konflikte, die unsere moderne Welt geprägt haben, gesehen durch die Augen eines Mannes, der immer furchtlos nah genug dran war.
INFO POINT
Tourist Information Baden
Brusattiplatz 3, 2500 Baden bei Wien
Geöffnet während des Fotofestivals:
Montag – Freitag: 10 – 16 Uhr
Samstag: 13 – 17 Uhr (Juni – Aug.)
Samstag: 13.30 – 16 Uhr (Sept. – Okt.)
Sonn- & Feiertag geschlossen!
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