Françoise Huguier

Leidenschaft für Afrika

Françoise Huguier © Cyril Zannettacci

Frankreich | Geboren 1942

„Als Fotografin bin ich immer eine Zeugin
im Hintergrund. Man sollte niemandem
auf die Füße treten, auf keinen Fall.
Auf der Straße, am Strand, überall,
es gibt immer etwas, das meinen Blick
auf sich zieht. Ich gehe vorbei, komme zurück,

halte an, mache die Bildausschnitte
in meinem Kopf, nehme alles auf
und erst dann mache ich das Foto.“

Françoise Huguier

Françoise Huguier hatte ihre erste echte Begegnung mit dem afrikanischen Kontinent 1989, als sie sich auf die Spuren des Schriftstellers und Ethnologen Michel Leiris begab. Eine Initiationsreise, die sich als wahre Liebe auf den ersten Blick für dieses Mosaik von Völkern entpuppte, die sie mit ihrer leuchtenden Handschrift und der ihr eigenen Liebe zum Detail fotografiert. Seitdem reist Françoise Huguier mit viel Leidenschaft von Burkina Faso bis Südafrika, von Benin bis Äthiopien, durch Wüstengebiete, entlegene Dörfer und Metropolen, die von den Seelen der Musiker belebt werden. In Mali, dem Land, das sie ganz besonders liebt, gründete sie 1994 die Rencontres photographiques de Bamako, um begabte, bis dahin unbekannte Künstler ins Rampenlicht zu stellen, und entdeckte bei dieser Gelegenheit das Talent von Seydou Keïta oder Malik Sidibé, deren Werke durch sie weltweit Beachtung fanden.

Françoise Huguier ist eine Königin der Fotografie. Ihre Modefotografie und ihre fotojournalistischen Arbeiten formen ein Werk von unendlicher Kreativität.

Seit 2023 ist sie Mitglied der Académie des Beaux-Arts. Ihre Liebe zu Afrika bezeugt ein außergewöhnliches Buch, das im Odyssée-Verlag erschienen ist und aus dem alle Bilder dieser Ausstellung stammen. „Ihrem geschulten Auge entgeht nichts. Sie braucht keine Tricks! Sie schert sich nicht um Posen und Verstellung, sie weiß, was sie will, und bekommt es auch. Ja, nichts entgeht ihrem Blick, ihrem Objektiv. Sie will die Welt mit ihrer Kamera entkleiden, sie entblößen. Sie in ihrer Rohheit, ihren Unebenheiten und ohne Schnörkel zu zeigen. Ihre Arbeit zeugt von der Welt vor und nach der Revolution und lässt uns einen Blick in die Welt von morgen werfen. Die Aufnahmen von Françoise Huguier heben die Grenzen von Geografie, Rasse, Klasse und Geschlecht auf“. So würdigt die Schriftstellerin Aya Cissoko die Arbeiten von Françoise Huguier im Vorwort. Eine Hommage an Bilder, die man als wahrhaft große Lektion in Menschlichkeit betrachten kann!

INFO POINT

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Brusattiplatz 3, 2500 Baden bei Wien


Geöffnet während des Fotofestivals:
Montag – Freitag: 10 – 16 Uhr
Samstag: 13 – 17 Uhr (Juni – Aug.)
Samstag: 13.30 – 16 Uhr (Sept. – Okt.)
Sonn- & Feiertag geschlossen!
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Tel: +43 (0) 2252 42269
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