Günter Köck

High Arctic

Guenter Köck ©  Daniel Hinterramskogler

Österreich | Geboren 1959

„Seit 30 Jahren forsche ich in der Arktis – eine der
faszinierendsten Landschaften unseres Planeten
und zugleich eine der sensibelsten gegenüber dem
Klimawandel. Dass ich hier mit wunderbaren Kollegen
und der einheimischen Bevölkerung forschen darf,
ist für mich ein außergewöhnliches Privileg.“

Günter Köck

High Arctic untersucht seit dem Jahr 1997 die Einflüsse der Klimaerwärmung auf die Schadstoffbelastung von Fischen aus Tiroler Hochgebirgsseen und Seen in der kanadischen Arktis. Dabei wird die Konzentration von Metallen und organischen Schadstoffen in Gewebeproben von Seesaiblingen analysiert. Darüberhinaus werden Bohrkerne aus Seesedimenten als Klima- und Schadstoff-Archiv verwendet. Die Studie zeigt, dass die Klimaerwärmung die Verfügbarkeit von Metallen in diesen sensiblen Ökosystemen beeinflusst. Die Metallbelastung der Fische ist umso höher je wärmer die Sommer in der kanadischen Arktis sind. 

Günter Köck ist promovierter Biologe an der Universität Innsbruck. Seit 1997 ist er Projektleiter der österreichisch-kanadischen Forschungskooperation „High-Arctic“. Er erhielt im Jahr 2000 den Kanada-Preis der Universität Innsbruck. Seit 2004 ist er Koordinator der nationalen und internationalen Forschungsprogramme der ÖAW. Von 2004-2006 bekleidete er den Vice-Chair des UNESCO-MAB-Programmes. Er ist österreichischer Delegierter im MAB-International Coordinating Council (MAB-ICC) und Mitglied des Scientific Council des UNESCO-Regionalbüros in Venedig. Die Schwerpunkte seiner langjährigen Forschungstätigkeit sind Biomonitoring-Studien in aquatischen Ökosystemen.

Günter Köck: „Wir haben in unseren Untersuchungen an Fischen aus Tiroler Hochgebirgsseen in den 1990er Jahren festgestellt, dass die Wassertemperatur mit hoher Wahrscheinlichkeit die treibende Kraft der Metallaufnahme in Fischen ist. Je höher die Wassertemperatur, desto höher die Schwermetallkonzentration. Und damit kommt natürlich die Klimaerwärmung ins Spiel. Sowohl die Seen im Hochgebirge wie auch jene in der Arktis sind ganz ähnliche Ökosysteme, sie sind beispielsweise nur etwa zwei Monate im Jahr eisfrei. Ein absoluter Glücksfall für uns Wissenschafter ist dabei die Tatsache, dass in beiden Ökosystemen die gleiche Fischart lebt, nämlich der Seesaibling, Salvelinus alpinus. Und genau aus diesem Grund lag der Gedanke nahe, einmal zu schauen, wie es denn den Fischen in der Arktis geht.“

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