Corey Arnold
Tiere in der Stadt
USA | Geboren 1976
„Diese Frau kaufte ein Haus in Asheville,
Corey Arnold
North Carolina, und jeden Tag erschien
eine Bärenmutter namens Sarah auf ihrer
Veranda und sah sie durch das Fenster an.
Im Laufe der Jahre entwickelte sie eine
unzerstörbare Bindung zu dem Tier.
Kurz nach meiner Ankunft öffnete Sarah
die Schiebetür und betrat das Haus.
Was für ein glücklicher Zufall!“
Bevor er Fotograf wurde, war Corey Arnold in erster Linie ein Mann des Meeres. Er wuchs an der Nordwestküste der USA auf und lernte in seiner Kindheit mit seinem Vater die Welt der Fischerei kennen. Bis er schließlich selbst Fischer wurde. Zuerst im Beringmeer, und dann in der Bristol Bay, wo er Krebse und Rotlachse aufspürte. Ein Beruf, dessen Realität er lange durch seine fotografische Arbeit aufzeichnete. Sein Buch Fish-Work: The Bering Sea zeugt von dieser rauen und faszinierenden Welt, die unseren Planeten ernährt; eine Welt, die von Menschen bevölkert wird, die durch die eisigen Wellen dieser nördlichen Gewässer abgehärtet wurden. In dieser Ausstellung nimmt er uns jedoch mit auf das Festland, um die Wildtiere zu treffen, die sich in die städtische Umgebung vorwagen.
Überall auf der Welt schrumpfen die Naturräume. Die Pufferzonen zwischen Natur und Mensch werden immer kleiner. Bis sich ihre Wege kreuzen. Manchmal kommt es zu Konflikten. Aber oft geschieht dies in absoluter Harmonie. Mit einem neugierigen und oft witzigen Blick erkundet Corey Arnold unsere Städte und enthüllt dort unerwartete Besuche von Tieren wo man sie am wenigsten erwartet. Arnold hebt mit seiner Arbeit eine unbestreitbare Tatsache hervor, die wir allzu oft vergessen: die wunderbare Anpassungsfähigkeit der Tiere, die lange vor uns die Erde bevölkerten und von denen einige aufgrund menschlicher Ignoranz vom Aussterben bedroht sind.
In Corey Arnolds Bildern entdecken wir Tiere wie Füchse, Wölfe und Bären auf der Suche nach Nahrung, Schutz oder einfach nur einem Ort zum Leben. Diese zum Nachdenken anregende Arbeit lässt uns die Grenze zwischen „zivilisiert“ und „wild“ überdenken. Und letztlich knüpft es an seine Arbeiten zum Thema Fischerei an, in denen die Menschheit die Rolle eines lauten und hungrigen vorübergehenden Gastes in immer fragileren Ozeanen einnimmt.
INFO POINT
Tourist Information Baden
Brusattiplatz 3, 2500 Baden bei Wien
Geöffnet während des Fotofestivals:
Montag – Freitag: 10 – 16 Uhr
Samstag: 13 – 17 Uhr (Juni – Aug.)
Samstag: 13.30 – 16 Uhr (Sept. – Okt.)
Sonn- & Feiertag geschlossen!
Tel: +43 (0) 2252 86800 600
info@baden.at
Festivalbüro La Gacilly-Baden Photo
Tel: +43 (0) 2252 42269
festival@lagacilly-baden.photo



