Christian Skrein

Beatles go home!

© Christian Skrein

Österreich | Geboren 1945

„Die Beatles hatte ich schon vor dem Dreh zum Film Help!
in Hamburg kennengelernt. Ich war damals 19 Jahre alt und ein
Fan ihrer Musik. Wir waren uns auf Anhieb sympathisch und deshalb

erhielt ich den Auftrag, die Filmaufnahmen zu dokumentieren.“

Christian Skrein

Von 13. bis 22. März 1965 dokumentierte Christian Skrein die Winterszenen des Films Help!, den die Beatles im noch unbekannten Skiort Obertauern drehten und für kurze Zeit zum Schauplatz internationaler Popgeschichte machten.

Nach Yeah! Yeah! Yeah! war es der zweite Spielfilm unter der Regie von Richard Lester. Was als praktische Entscheidung begann – man suchte für den Monat März einen schneesicheren Drehort – entwickelte sich schnell zu einer Mischung aus Improvisation, Chaos und Popkultur-Euphorie. Da keiner der Beatles Schi fahren konnte, mussten viele Szenen mit Schilehrern als Doubles gedreht werden, während die Musiker selbst eher unbeholfen durch den Schnee stapften. Diese Umstände verliehen dem Film eine gewisse Leichtigkeit und passten letztlich gut zum humorvollen, teils absurden Stil von Help!.

Die Beatles wohnten im Hotel Edelweiss und gaben sogar ein spontanes Konzert im Hotel Marietta – übrigens ihr einziges in Österreich. Für die Beatles war der Film nur ein Teil ihres dichten Terminkalenders, doch für Obertauern bedeutete er einen Wendepunkt. Der Ort wurde international bekannt und ist bis heute eng mit dieser Episode der Musik- und Filmgeschichte verbunden.

Obwohl Autodidakt hatte Christian Skrein schon als 17-jähriger begonnen, professionell zu fotografieren. Mit nur etwa 19 Jahren gelang ihm der internationale Durchbruch: Er war der jüngste Fotograf, der für die renommierte Modezeitschrift Vogue arbeitete – und das zu einer Zeit, als diese als eine der einflussreichsten Plattformen für Modefotografie weltweit galt. 

Ab 1966 spielte sein Fotostudio in Wien nicht nur in der Avantgarde Wiens eine wichtige Rolle. Skrein hatte Christo, Josef Beuys – und noch vor seiner Arbeit mit den Beatles – die Rolling Stones vor seiner Linse. Trotz seines Erfolges zog er sich überraschend früh mit nur 25 Jahren aus der aktiven Fotografie zurück. Stattdessen wandte er sich als Produzent, Regisseur und Kameramann dem Werbefilm zu. Aus dem Foto Atelier wurde ein Film Atelier – allerdings in Los Angeles. Jahrzehnte später wurde Skrein mit dem Technik Oscar ausgezeichnet.

Skrein gilt als wichtiger Chronist der „Swinging Sixties“ und als einer der bedeutendsten privaten Fotosammler Europas. Die Skrein Photo Collection gilt als eine der größten privaten Fotosammlungen weltweit. Sein gesamtes Beatles-Werk hat er dem Salzburg Museum überlassen.

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