Jonathan Näckstrand

Akklimatisierung

© Jonathan Nackstrand

Jonathan Näckstrand hat den hohen Norden in allen seinen Weiten durchquert. „Nur an einem Ort war ich noch nicht: Spitzbergen.“ Die nördlichste Region Norwegens fehlt Näckstrand noch, dem schwedischen Fotografen, der für die AFP arbeitet und in Stockholm lebt. Auf seinen Streifzügen durch die skandinavischen Länder hat er sie alle in ihrer ganzen Vielschichtigkeit kennengelernt. „Als Agenturfotograf findet man die interessanten Geschichten natürlich eher in Mittelasien als in Finnland“, bemerkt er nicht ohne Humor. „Hier ist alles ziemlich langsam und friedlich.“ Seine Laufbahn begann Näckstrand bei der schwedischen Tageszeitung Expressen, und nach Stationen bei Sport- und Nachrichtenagenturen kam er schließlich zur AFP. Er berichtete von den Olympischen Winterspielen in Sotschi und in Pyeongchang sowie von den Olympischen Jugendspielen in Argentinien, machte sich aber auch durch seine Reportagen über das Westjordanland und Israel einen Namen.

Ein Thema zieht sich jedoch wie ein roter Faden durch seine Arbeit: die nördlichen Regionen, eine Weltgegend, die oft unter Schnee und Kälte verborgen liegt, weitab vom niederträchtigen Treiben, das die Schlagzeilen bestimmt, und die sich zunehmend mit ihren eigenen Problematiken in das Weltgeschehen einschreibt. Ökologisches Bewusstsein etwa ist nicht erst in unseren Tagen entstanden, doch noch nie hat es eine so deutliche Form angenommen wie im Sommer 2018 mit dem Auftreten von Greta Thunberg. Nicht ohne Grund in Skandinavien – die nordischen Länder haben die Auswirkungen des Klimawandels als erste registriert, lange vor dem Rest Europas. „Die Samen müssen wegen der steigenden Temperaturen ihre Lebensweise grundlegend ändern, Autorennen auf Schneepisten können nicht mehr stattfinden, die Gletscher Grönlands brechen infolge des Klimawandels ab und stürzen ins Meer – die Anzeichen sind nicht zu übersehen.“ Nachdem sie sich an die Kälte gewöhnt haben, müssen diese Länder nun lernen, mit dem Verschwinden der Kälte zu leben.

Der hohe Norden aus zwei Perspektiven

Im Rahmen der zweiten Zusammenarbeit zwischen dem Festival Photo La Gacilly und der Agence France-Presse wurden zwei Fotografen ausgewählt, die zwei verschiedene Sichtweisen auf den hohen Norden präsentieren. Beide behandeln ein Thema, das uns am Herzen liegt: die Verbundenheit von Mensch und Erde.

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