Laetitia Vancon

Ende des Tages

© Hans Lucas

Wohl kaum jemand fühlt sich so sehr mit seiner Heimat verbunden wie die Bewohner von Inseln. Laetitia Vancon, die 1979 in Toulouse zur Welt kam, arbeitete zunächst als Chemieingenieurin, bevor sie 2013 zur Fotografie fand. Über zwei Jahre lang hat sie auf den Äußeren Hebriden vor der Nordwestküste Schottlands junge Menschen begleitet. Dabei entdeckte sie den scharfen Kontrast zwischen den Postkartenlandschaften mit ihrer naturbelassenen Wildnis und den Problemen, die das Dasein auf einer Insel mit sich bringt. Wie richtet man sein Leben ein, unter der Bürde der Traditionen und angesichts einer schwächer werdenden Wirtschaft, die kaum Perspektiven bietet? Die junge Generation, der gleichwohl daran liegt, ihre Inseln zu bewahren, ist zerrissen zwischen Verwurzelung in der Heimat und Sehnsucht nach der Ferne. Für Laetitia Vancon spiegelt sich in dieser Jugend voller Tatendrang und Hoffnungen auch unsere heutige Gesellschaft, in der alles immer schneller geht, sodass schließlich oft nur noch Verwirrung herrscht.

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